Eine chemische Reaktion ändert sich nicht mit der Sprache, in der wir über sie sprechen.

2H₂ + O₂ → 2H₂O

bleibt dieselbe Reaktion – auf Deutsch, auf Englisch und in jeder anderen Sprache.

Doch sobald ein Schüler, Student oder Fachmann diese Reaktion erklären, eine englische Aufgabenstellung verstehen, eine Versuchsanleitung lesen oder einen Laborbericht verfassen muss, reicht chemisches Wissen allein nicht mehr aus.

Auch allgemeine Englischkenntnisse lösen das Problem nicht automatisch.

Denn zwischen Chemie verstehen und Chemie auf Englisch beherrschen liegt eine eigene Kompetenz:

die Fähigkeit, fachliches Wissen in einer anderen Wissenschaftssprache zu verstehen, zu strukturieren und anzuwenden.

Für deutschsprachige Lernende ist dieser Unterschied besonders interessant. Deutsch verfügt selbst über eine ausgeprägte wissenschaftliche Fachsprache. Wer Chemie auf Deutsch gelernt hat, besitzt deshalb nicht nur chemische Begriffe, sondern bereits ein sprachliches System, mit dem chemische Zusammenhänge beschrieben werden.

Beim Wechsel ins Englische muss dieses Wissen nicht neu gelernt werden.

Aber es muss sprachlich neu zugänglich werden.


Die Formel bleibt gleich. Ihre sprachliche Darstellung nicht.

Nehmen wir:

2H₂ + O₂ → 2H₂O

Auf Deutsch können wir sagen:

Wasserstoff reagiert mit Sauerstoff zu Wasser.

Auf Englisch:

Hydrogen reacts with oxygen to form water.

Oder:

Hydrogen and oxygen react to produce water.

In einem stärker formalen Kontext wäre auch möglich:

Water is formed by the reaction of hydrogen with oxygen.

Der chemische Inhalt ist identisch.

Die sprachliche Struktur ist es nicht.

Schon das deutsche:

mit Sauerstoff zu Wasser reagieren

lässt sich nicht sinnvoll dadurch lernen, dass jedes einzelne Element mechanisch durch ein englisches ersetzt wird.

Englisch verwendet seine eigenen typischen Muster:

react with

react to form

produce

be formed

Wer Chemie auf Englisch lernen möchte, muss deshalb mehr erwerben als zweisprachige Wortpaare.

Er muss lernen, wie chemische Beziehungen im Englischen sprachlich konstruiert werden.


Fachsprache ist mehr als Fachwortschatz

Im Deutschen ist der Begriff Fachsprache sehr hilfreich, weil er einen entscheidenden Unterschied sichtbar macht.

Fachwortschatz ist ein Teil der Fachsprache.

Aber nicht die ganze Fachsprache.

Ein Lernender kann kennen:

reaction — Reaktion

solution — Lösung

concentration — Konzentration

oxidation — Oxidation

catalyst — Katalysator

equilibrium — Gleichgewicht

und trotzdem Schwierigkeiten mit einem englischen Chemietext haben.

Warum?

Weil ein wissenschaftlicher Text nicht aus isolierten Begriffen besteht.

Er beschreibt Beziehungen:

A reacts with B.

A dissolves in B.

A decomposes into B and C.

A is converted into B.

A is oxidized to B.

B is reduced to C.

Die eigentliche Kompetenz besteht deshalb nicht darin, für Oxidation das Wort oxidation zu kennen.

Entscheidend ist, eine Aussage wie:

The compound is oxidized to form…

unmittelbar als chemischen Vorgang zu verstehen.

Fachsprache beginnt dort, wo Wörter zu fachlichen Handlungen, Beziehungen und Argumentationen werden.


Gerade ähnliche Wörter können falsche Sicherheit erzeugen

Zwischen deutscher und englischer Wissenschaftssprache gibt es zahlreiche leicht erkennbare Begriffe:

Reaktion — reaction

Konzentration — concentration

Oxidation — oxidation

Neutralisation — neutralization

Molekül — molecule

Katalysator — catalyst

Das erleichtert den Einstieg.

Es kann aber auch eine Illusion erzeugen:

Das Wort sieht bekannt aus, also habe ich den Satz verstanden.

Wissenschaftliches Lesen verlangt mehr.

Nehmen wir solution.

Im allgemeinen Englisch kann das Wort eine Lösung für ein Problem bezeichnen.

In der Chemie bezeichnet es eine Lösung als Stoffsystem:

aqueous solution — wässrige Lösung

concentrated solution — konzentrierte Lösung

dilute solution — verdünnte Lösung

Der fachliche Kontext entscheidet also nicht nur darüber, wie ein Wort übersetzt wird.

Er entscheidet darüber, welches Konzept überhaupt aktiviert werden muss.


Deutsche Komposita und englische Wortgruppen organisieren Fachbegriffe unterschiedlich

Hier zeigt sich eine für deutschsprachige Lernende besonders interessante Differenz.

Deutsch kann komplexe Fachbegriffe sehr leicht zu Komposita verdichten:

Reaktionsgeschwindigkeit

Aktivierungsenergie

Gleichgewichtskonstante

Wasserstoffbrückenbindung

Stoffmengenkonzentration

Im Englischen erscheinen entsprechende Begriffe häufig als Wortgruppen:

reaction rate

activation energy

equilibrium constant

hydrogen bond

amount concentration beziehungsweise je nach Kontext andere fachübliche Bezeichnungen.

Das bedeutet:

Ein deutschsprachiger Lernender muss nicht nur neue Wörter erkennen.

Er muss lernen, wie fachliche Information innerhalb eines englischen Terminus strukturiert wird.

Das ist wichtig, weil wissenschaftliche Begriffe keine zufälligen Etiketten sind.

Ihre Bestandteile tragen Bedeutung.

Wer ihre Struktur erkennt, kann neue Terminologie wesentlich systematischer erschließen.


In der Chemie tragen die Verben einen großen Teil der Logik

Substantive benennen Stoffe und Konzepte.

Verben zeigen, was geschieht.

Zum Beispiel:

react — reagieren

combine — sich verbinden

decompose — sich zersetzen / zerfallen

dissolve — lösen / sich lösen

oxidize — oxidieren

reduce — reduzieren

release — freisetzen

absorb — absorbieren / aufnehmen

evaporate — verdampfen

condense — kondensieren

neutralize — neutralisieren

form — bilden / entstehen

produce — erzeugen / bilden

Doch auch hier genügt die Übersetzung nicht.

Entscheidend sind die typischen fachsprachlichen Muster:

A reacts with B.

A decomposes into B and C.

A dissolves in B.

A is converted into B.

A is oxidized to B.

B is reduced to C.

Wer solche Strukturen beherrscht, lernt nicht einfach mehr Vokabeln.

Er lernt, chemische Prozesse auf Englisch zu formulieren.


Deutsch und Englisch können denselben Vorgang unterschiedlich fokussieren

Betrachten wir:

Bei der Reaktion entsteht ein Gas.

Das ist im Deutschen eine vollkommen natürliche fachsprachliche Aussage.

Im Englischen könnte derselbe Sachverhalt beispielsweise heißen:

A gas is produced during the reaction.

Oder:

The reaction produces a gas.

In bestimmten chemischen Kontexten findet man auch:

Gas is evolved during the reaction.

Chemisch beschreiben alle Varianten einen vergleichbaren Sachverhalt.

Sprachlich setzen sie jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.

Einmal steht das entstehende Gas im Zentrum.

Einmal die Reaktion.

Und mit evolve begegnet dem Lernenden zusätzlich ein Verb, dessen fachsprachliche Bedeutung nicht einfach aus seinem allgemeinsprachlichen Gebrauch abgeleitet werden sollte.

Genau deshalb reicht die Frage:

„Wie übersetzt man diesen deutschen Satz?“

nicht aus.

Die wichtigere Frage lautet:

„Wie wird dieser chemische Sachverhalt im Englischen fachsprachlich ausgedrückt?“


Das Passiv zeigt, warum Grammatik eine fachliche Funktion hat

Das Passiv wird im Sprachunterricht häufig als grammatische Struktur gelernt:

be + past participle

In einem Chemietext bekommt diese Struktur plötzlich einen nachvollziehbaren Zweck.

Vergleichen wir:

We heated the mixture to 70°C.

und:

The mixture was heated to 70°C.

Im zweiten Satz ist die handelnde Person nicht wichtig.

Im Mittelpunkt stehen das Material und der Vorgang.

Deshalb begegnen uns in Laborberichten und Versuchsbeschreibungen häufig Sätze wie:

The solution was heated.

The temperature was measured.

The precipitate was filtered.

The sample was dried.

The results were recorded.

Das Passiv ist hier keine grammatische Dekoration.

Es hilft, wissenschaftliche Information nach fachlichen Prioritäten zu organisieren.

Interessant ist, dass Deutsch und Englisch wissenschaftliche Passivstrukturen kennen, sie aber nicht in jedem Kontext vollkommen parallel verwenden.

Wer bereits wissenschaftliches Deutsch beherrscht, besitzt also einen wichtigen konzeptionellen Ausgangspunkt.

Er muss jedoch lernen, wie dieselbe kommunikative Funktion im Englischen tatsächlich realisiert wird.


Eine Reaktionsgleichung verstehen und sie erklären sind zwei verschiedene Leistungen

Nehmen wir:

CaCO₃ → CaO + CO₂

Ein Schüler kann die Reaktion chemisch verstehen.

Aber kann er sie auch spontan auf Englisch beschreiben?

Zum Beispiel:

Calcium carbonate decomposes to form calcium oxide and carbon dioxide.

Mit der Reaktionsbedingung:

When heated, calcium carbonate decomposes into calcium oxide and carbon dioxide.

Damit verbindet der Lernende drei Ebenen:

Formel → chemisches Konzept → sprachliche Erklärung

Diese Fähigkeit ist für wissenschaftliches Arbeiten zentral.

Denn Fachwissen muss ständig zwischen verschiedenen Darstellungsformen wechseln:

Gleichung → Erklärung

Text → Gleichung

Beobachtung → Interpretation

Bedingung → Vorhersage

Messwert → Schlussfolgerung

Wer nur eine Darstellungsform beherrscht, besitzt das Wissen noch nicht in allen Situationen, in denen er es benötigt.


Versuchsanweisungen zeigen besonders deutlich, wann Sprache praktisch wird

In einer englischen Versuchsanleitung kann stehen:

Add 5 mL of the solution.

Stir the mixture thoroughly.

Heat gently.

Allow the solution to cool.

Filter the precipitate.

Rinse the test tube with distilled water.

Record your observations.

Hier ist Sprache nicht mehr nur Gegenstand des Lernens.

Sie steuert eine Handlung.

Der Lernende muss präzise erkennen:

was getan werden soll;

womit;

in welcher Menge;

unter welchen Bedingungen;

in welcher Reihenfolge;

mit welchem erwarteten Ergebnis.

Ein sprachliches Missverständnis kann dadurch zu einem fachlichen oder methodischen Fehler werden.

Das ist einer der Gründe, warum Fachenglisch nicht auf Wortschatztraining reduziert werden kann.

Fachsprache verbindet Wissen mit Handeln.


Durchführung, Beobachtung und Interpretation müssen getrennt werden

Wissenschaftliches Arbeiten verlangt eine wichtige Unterscheidung.

Durchführung

The solution was heated.

Die Lösung wurde erhitzt.

Beobachtung

The solution changed colour.

Die Lösung veränderte ihre Farbe.

Interpretation

The colour change indicates that a chemical reaction has occurred.

Die Farbänderung weist darauf hin, dass eine chemische Reaktion stattgefunden hat.

Das sind nicht drei verschiedene Formulierungen derselben Information.

Es sind drei verschiedene Ebenen wissenschaftlichen Denkens:

Was wurde gemacht?

Was wurde beobachtet?

Was lässt sich daraus schließen?

Diese Trennung ist für Protokolle, Klausuren, wissenschaftliche Arbeiten und professionelle Kommunikation entscheidend.

Wer sie auf Englisch ausdrücken kann, lernt deshalb nicht lediglich neue Formulierungen.

Er lernt, wissenschaftliche Argumentation in einer zweiten Fachsprache aufzubauen.


Englisch kann Chemie erschweren – Chemie kann aber auch Englisch verständlicher machen

Oft wird angenommen, der Weg müsse immer so aussehen:

zuerst Englisch lernen → danach Chemie auf Englisch lernen

Das ist nicht zwingend.

Fachliches Wissen kann selbst eine starke Grundlage für Sprachlernen sein.

Beispiel:

If the temperature increases, the reaction rate may increase.

Wer den chemischen Zusammenhang versteht, erkennt unmittelbar die Funktion der sprachlichen Struktur:

Bedingung → mögliche Folge

Oder:

The higher the concentration, the faster the reaction.

Die Konstruktion:

the + comparative, the + comparative

beschreibt eine Beziehung:

Je höher die Konzentration, desto schneller die Reaktion.

Für einen deutschsprachigen Lernenden ist gerade dieses Beispiel interessant, weil Deutsch dieselbe logische Beziehung mit einer deutlich anderen formalen Struktur ausdrückt:

je …, desto …

Die Logik ist bekannt.

Die sprachliche Realisierung ist neu.

Genau an solchen Stellen kann Fachwissen das Sprachlernen beschleunigen.


Die deutsche Fachsprache muss beim Wechsel ins Englische nicht verschwinden

Wer Chemie bereits auf Deutsch versteht, besitzt ein wertvolles Wissenssystem.

Zum Beispiel:

Oxidation — oxidation

Reduktion — reduction

Reaktionsgeschwindigkeit — reaction rate

Aktivierungsenergie — activation energy

chemisches Gleichgewicht — chemical equilibrium

molare Konzentration — molar concentration

Solche Entsprechungen können beim Einstieg helfen.

Aber sie sollten nicht zum dauerhaften Umweg werden.

Am Anfang kann der Verarbeitungsweg so aussehen:

reaction rate → Reaktionsgeschwindigkeit → chemisches Konzept

Später sollte er zunehmend so funktionieren:

reaction rate → chemisches Konzept

Dann ersetzt Englisch das Deutsche nicht.

Stattdessen besitzt der Lernende zwei sprachliche Zugänge zum selben fachlichen Wissen.

Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Mehrsprachige Fachkompetenz bedeutet nicht, eine Sprache zu vergessen, um die andere benutzen zu können.

Sie bedeutet, Wissen über mehrere sprachliche Systeme direkt verfügbar zu machen.


Schulchemie, Studium und Beruf verlangen unterschiedliche Formen des Fachenglischen

„Chemie auf Englisch“ ist kein einheitliches Lernziel.

Ein Schüler benötigt vielleicht die Fähigkeit:

  • englische Aufgabenstellungen zu verstehen;
  • ein Schulbuch zu lesen;
  • Reaktionen zu erklären;
  • Fachbegriffe sicher zu verwenden;
  • schriftliche Antworten zu formulieren;
  • sich auf Unterricht in einem internationalen oder englischsprachigen Bildungssystem vorzubereiten.

Ein Student braucht möglicherweise:

  • Vorlesungen zu verstehen;
  • Fachliteratur zu lesen;
  • Laborprotokolle zu verfassen;
  • Methoden zu beschreiben;
  • Ergebnisse zu diskutieren;
  • Prüfungen abzulegen;
  • wissenschaftliche Texte zu bearbeiten.

Im beruflichen Kontext können andere Anforderungen entstehen:

  • technische Dokumentation lesen;
  • wissenschaftliche Publikationen auswerten;
  • Normen und Verfahren verstehen;
  • mit internationalen Kollegen kommunizieren;
  • Ergebnisse präsentieren;
  • Fachterminologie des eigenen Spezialgebiets sicher verwenden.

Deshalb sollte die Ausgangsfrage nicht lauten:

„Wie lerne ich Chemie auf Englisch?“

Sondern:

„Was muss ich mit Chemie auf Englisch konkret tun können?“


Englisch ist in den Naturwissenschaften nicht nur ein Schulfach

Ein deutschsprachiger Schüler oder Student kann seine Ausbildung vollständig oder überwiegend auf Deutsch absolvieren und trotzdem früh auf englischsprachige Fachinhalte treffen.

Dazu gehören:

wissenschaftliche Artikel;

Fachdatenbanken;

internationale Lehrbücher;

Software;

Dokumentationen;

Konferenzen;

Forschungsprojekte;

Master- und Promotionsprogramme;

technische Standards;

internationale Teams.

Englisch erscheint dann nicht mehr als zusätzliche Fremdsprache neben der Chemie.

Es wird zu einer Zugangssprache für fachliches Wissen.

Damit verändert sich auch das Lernziel.

Die entscheidende Frage ist nicht mehr:

„Wie gut ist mein allgemeines Englisch?“

Sondern beispielsweise:

Kann ich eine englische Versuchsbeschreibung zuverlässig verstehen?

Kann ich eine chemische Begründung formulieren?

Kann ich Fachliteratur lesen, ohne jeden Satz vollständig zu übersetzen?

Kann ich Ergebnisse erklären?

Kann ich zwischen Beobachtung und Interpretation unterscheiden?

Kann ich mein vorhandenes chemisches Wissen auf Englisch tatsächlich benutzen?


Wann Chemie und Englisch gemeinsam gelernt werden sollten

Nicht jeder Lernende braucht denselben Weg.

Manchmal fehlen Grundlagen im allgemeinen Englisch.

Manchmal liegt die Schwierigkeit hauptsächlich in der Chemie.

Und manchmal entsteht das eigentliche Problem genau an der Schnittstelle beider Bereiche.

Nehmen wir das Thema:

acids and bases

Dabei können gleichzeitig bearbeitet werden:

  • chemische Konzepte;
  • englische Fachterminologie;
  • Reaktionsgleichungen;
  • Versuchsbeschreibungen;
  • Aufgabenstellungen;
  • Ursache-Wirkungs-Beziehungen;
  • relevante Grammatik;
  • mündliche Erklärungen;
  • schriftliche Antworten.

Dann werden Chemie und Englisch nicht künstlich voneinander getrennt.

Das Lernmodell lautet:

Fach + Sprache + konkrete Handlung.


Der entscheidende Test ist nicht das Wiedererkennen eines Fachbegriffs

Ein Lernender kennt:

precipitate — Niederschlag

Gut.

Aber versteht er auch:

A precipitate forms.

A white precipitate is formed.

The reaction produces a white precipitate.

The precipitate was filtered off.

Kann er nach einem Versuch selbst sagen, was er beobachtet hat?

Kann er aus einer Beschreibung rekonstruieren, was geschehen ist?

Kann er das Ergebnis chemisch erklären?

Kann er die Beobachtung von der Interpretation unterscheiden?

Erst dort zeigt sich, ob aus einem bekannten Wort anwendbare Fachkompetenz geworden ist.


Wie wir bei Levitin Language School mit Chemie auf Englisch arbeiten

Bei Levitin Language School gehen wir nicht davon aus, dass jeder Lernende denselben standardisierten Kurs „Chemistry in English“ benötigt.

Der Ausgangspunkt ist die konkrete Aufgabe.

Muss jemand:

Chemie in einer englischsprachigen Schule lernen?

sich auf ein internationales Studium vorbereiten?

englische Aufgabenstellungen verstehen?

Fachliteratur lesen?

Laboranweisungen ausführen?

Protokolle schreiben?

eine Prüfung ablegen?

wissenschaftliche Ergebnisse präsentieren?

im Beruf mit englischsprachiger Dokumentation arbeiten?

Erst danach lässt sich bestimmen, welche Kompetenzen tatsächlich entwickelt werden müssen:

  • chemisches Verständnis;
  • englische Fachterminologie;
  • wissenschaftliches Englisch;
  • fachsprachliche Grammatik;
  • Lesen von Formeln und Gleichungen;
  • Aufgabenverständnis;
  • Beschreibung chemischer Prozesse;
  • Laborkommunikation;
  • wissenschaftliches Schreiben;
  • mündliche Erklärung;
  • professionelle Fachkommunikation.

Das Ziel ist nicht, möglichst viel Englisch und möglichst viel Chemie nebeneinander zu unterrichten.

Das Ziel ist, dass ein Mensch die konkrete fachliche Aufgabe bewältigen kann, für die er beides benötigt.


Dieselbe Wissenschaft kann mehr als eine Sprache haben

Chemisches Wissen ist nicht an Deutsch oder Englisch gebunden.

Aber unser Zugang zu diesem Wissen ist sprachlich organisiert.

Wer Chemie auf Deutsch beherrscht und anschließend Chemie auf Englisch lernen muss, beginnt deshalb nicht bei null.

Er besitzt bereits Begriffe, Zusammenhänge, Modelle und fachliche Denkstrukturen.

Die neue Aufgabe besteht darin, dieses Wissen in einem weiteren sprachlichen System direkt verfügbar und handlungsfähig zu machen.

Der Weg führt von:

übersetzen

zu:

erkennen → verstehen → erklären → anwenden.

Am Ende soll Englisch nicht zwischen dem Lernenden und der Chemie stehen.

Es soll zu einer zweiten Sprache werden, in der chemisches Wissen tatsächlich funktioniert.


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Science in English — Think, Speak, and Understand the World
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Mathematics in English — Train Logic and Language Together
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Englisch lernen bei Levitin Language School
https://levitintymur.com/languages/english/

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https://levitintymur.com/


Über den Autor

Tymur Levitin
Gründer und Direktor der Levitin Language School

Die Levitin Language School arbeitet mit Fremdsprachen, schulischen, akademischen und universitären Fächern sowie mit integriertem Lernen, wenn ein Mensch ein Fach beherrschen und gleichzeitig eine Fremdsprache als reales Werkzeug für Studium, Beruf und Kommunikation einsetzen muss.

Autorenprofil:
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