AUTORENKOLUMNE | TYMUR LEVITIN ÜBER SPRACHE, BEDEUTUNG UND VERANTWORTUNG

Von Tymur Levitin
Gründer und Direktor der Levitin Language School · Sprachpädagoge · Übersetzer · Autor

Es gibt eine Frage, die bei literarischen Übersetzungen gefährlicher ist als die Frage, ob ein Wort richtig übersetzt wurde:

Ist die Person, die nach der Übersetzung spricht, noch dieselbe Person?

Ein Roman besteht nicht nur aus Informationen. Eine Figur existiert nicht allein durch das, was sie sagt. Sie existiert auch dadurch, wie sie zögert, wie direkt sie wird, was sie nicht ausspricht, welche Wörter sie wiederholt, wie lang ihre Sätze sind und welche Distanz sie zu anderen Menschen sprachlich herstellt.

Deshalb kann eine Übersetzung inhaltlich korrekt sein und literarisch trotzdem scheitern.

Diese Frage beschäftigte mich bereits während meines Studiums, als ich mich wissenschaftlich mit Übersetzungen von Werken J. D. Salingers und Erich Maria Remarques auseinandersetzte. Gerade diese beiden Autoren zeigen besonders deutlich, warum literarische Übersetzung nicht als Austausch von Wörtern verstanden werden kann.

Bei Salinger und Remarque begegnen wir zwei sehr unterschiedlichen Arten sprachlicher Identität. Doch beide führen zum gleichen Problem:

Wer den sprachlichen Mechanismus einer Stimme verändert, verändert irgendwann auch den Menschen hinter dieser Stimme.

Eine Figur hat keine Stimme außerhalb ihrer Sprache

Wir sprechen häufig von der „Stimme“ eines Autors oder einer literarischen Figur, als wäre diese Stimme etwas, das zuerst unabhängig existiert und anschließend mit Wörtern ausgestattet wird.

So einfach funktioniert Literatur nicht.

Die Stimme entsteht in den sprachlichen Entscheidungen selbst.

Ein Mensch, der sagt:

Ich möchte darüber nicht sprechen.

ist nicht automatisch derselbe sprachliche Mensch wie jemand, der sagt:

Lass das.

Und auch:

Darüber möchte ich lieber nicht sprechen.

erzeugt wieder eine andere soziale und emotionale Position.

Die sachliche Information kann nahezu identisch sein. Die Beziehung zwischen Sprecher und Gegenüber ist es nicht.

Genau deshalb ist die Frage nach Sprache und Identität weit größer als die Frage nach Wortschatz. Auch beim Sprachenlernen entdecken Menschen häufig, dass sie in einer anderen Sprache nicht einfach dieselbe Persönlichkeit mit anderen Wörtern darstellen. In meinem Beitrag „Bist du auf Deutsch ein anderer Mensch? Warum eine andere Sprache verändert, was du von dir zeigen kannst“ untersuche ich genau diesen Zusammenhang aus der Perspektive realer Sprachverwendung.

Literatur macht denselben Mechanismus besonders sichtbar.

Denn dort kann bereits eine kleine Verschiebung der Stimme eine ganze Figur verändern.

Remarque: Wenn Härte plötzlich schöner klingt, als sie sein darf

Bei Remarque liegt eine besondere Schwierigkeit darin, dass sprachliche Schlichtheit leicht mit sprachlicher Einfachheit verwechselt werden kann.

Das ist ein fundamentaler Unterschied.

Ein kurzer Satz kann mehr tragen als ein langer. Eine nüchterne Formulierung kann emotional schwerer sein als eine ausdrücklich dramatische. Gerade dort, wo Krieg, Verlust, Entwurzelung oder beschädigte Beziehungen präsent sind, muss ein Text seine Emotion nicht ständig benennen.

Manchmal liegt seine Kraft gerade darin, dass er sie nicht erklärt.

Wenn eine Übersetzung solche Stellen „verschönert“, entsteht ein merkwürdiger Effekt. Der Inhalt bleibt erkennbar, aber die psychologische Temperatur verändert sich.

Aus Knappheit wird Eleganz.

Aus Müdigkeit wird Melancholie.

Aus Bitterkeit wird poetische Traurigkeit.

Aus einem Menschen, der kaum noch etwas erklären will, kann ein Mensch werden, der plötzlich ausgesprochen schön über sein Leiden spricht.

Das ist keine kleine stilistische Veränderung.

Es ist eine Veränderung der Figur.

Übersetzung darf einen Menschen nicht nachträglich erziehen

Übersetzer stehen häufig unter einem unsichtbaren Druck: Ein Satz soll in der Zielsprache „gut klingen“.

Aber was bedeutet gut?

Literarisch sauber?

Elegant?

Natürlich?

Gebildet?

Manchmal muss eine Figur gerade nicht elegant klingen.

Ein gebrochener Rhythmus kann Absicht sein. Eine Wiederholung kann psychologisch notwendig sein. Eine unbequeme Direktheit kann genau die Beziehung zwischen zwei Figuren markieren, die der Autor geschaffen hat.

Wer alles glättet, verbessert möglicherweise die Oberfläche und zerstört gleichzeitig die Konstruktion darunter.

Das gilt besonders für die Übersetzung von Belletristik: Literarische Genauigkeit besteht nicht darin, möglichst viele Wörter sichtbar zu retten. Entscheidend ist, welche Wirkung, Haltung und Perspektive in der neuen Sprache tatsächlich weiterleben.

Salinger: Das Unordentliche ist nicht unbedingt ein Fehler

Bei Salinger entsteht ein anderes Problem.

Seine Figuren können spontan, widersprüchlich, umgangssprachlich oder scheinbar sprachlich unpräzise wirken. Gerade darin liegt jedoch ein erheblicher Teil ihrer Glaubwürdigkeit.

Menschen sprechen nicht wie redigierte Essays.

Sie beginnen einen Gedanken und ändern seine Richtung.

Sie wiederholen Wörter.

Sie übertreiben.

Sie verwenden sprachliche Gewohnheiten, die objektiv kaum neue Information liefern, subjektiv aber enorm viel über sie verraten.

Wenn ein Übersetzer solche Sprache „korrigiert“, kann das Ergebnis grammatisch sauberer und literarisch ärmer werden.

Holden Caulfield ist dafür ein besonders interessantes Beispiel. Seine sprachlichen Wiederholungen und Bewertungen sind nicht bloß Verpackung für eine Handlung. Sie gehören zur Wahrnehmungsweise der Figur.

Entfernt man diese Unebenheiten, entsteht möglicherweise ein verständlicherer Sprecher.

Aber ist es noch Holden?

Ein Wort transportiert nicht automatisch dieselbe Person

Hier liegt eines der zentralen Probleme jeder emotionalen Übersetzung.

Wir suchen oft nach einer Entsprechung:

Wort A = Wort B.

Literatur zwingt uns jedoch zu einer schwierigeren Gleichung:

sprachliche Entscheidung A → Wirkung auf den Leser A
sprachliche Entscheidung B → Wirkung auf den Leser B

Die beiden sprachlichen Entscheidungen müssen formal nicht identisch sein.

Manchmal dürfen sie es sogar nicht sein.

Denn Sprachen organisieren Nähe, Höflichkeit, Härte, Ironie, soziale Position und emotionale Distanz unterschiedlich.

Das lässt sich besonders deutlich zwischen Deutsch und Englisch beobachten. Ein englischer Satz kann durch Modalität, Understatement oder eine bestimmte Gesprächskonvention eine Haltung ausdrücken, für die eine formal nahe deutsche Übersetzung plötzlich ungewöhnlich hart, künstlich oder schlicht falsch positioniert wirkt.

Umgekehrt kann eine deutsche Direktheit im Englischen durch eine mechanische Übertragung aggressiver erscheinen, als sie im ursprünglichen sozialen Kontext war.

Genau hier beginnt Übersetzung als Interpretation.

Nicht:

Was bedeutet dieses Wort?

Sondern:

Was tut diese Äußerung in dieser Situation?

Zwischen Deutsch, Englisch und Ukrainisch verändert sich nicht nur die Form

Besonders interessant wird das Problem, sobald mehrere Sprachsysteme miteinander verglichen werden.

Deutsch, Englisch und Ukrainisch verfügen nicht einfach über drei verschiedene Wortlisten für dieselbe Welt. Sie bieten ihren Sprechern unterschiedliche Möglichkeiten, Information zu verteilen, Beziehungen zu markieren und Perspektiven aufzubauen.

Das betrifft unter anderem:

  • Satzrhythmus,
  • Informationsstruktur,
  • Direktheit und Abschwächung,
  • Modalität,
  • Anrede und soziale Distanz,
  • emotionale Explizitheit,
  • Wortstellung,
  • Wiederholung,
  • kulturelle Assoziationen einzelner Ausdrücke.

Deshalb ist eine Übersetzung vom Deutschen ins Ukrainische nicht bloß ein Wechsel von Lexemen. Ebenso wenig ist eine Übersetzung vom Englischen ins Deutsche, vom Deutschen ins Englische oder vom Englischen ins Ukrainische ein mathematischer Transfer.

Jede Kombination stellt eigene Fragen.

Ein Ausdruck kann semantisch übertragbar sein und kulturell trotzdem verrutschen.

Genau deshalb sind sogenannte Realien und kulturell gebundene Bedeutungen kein Randproblem der Übersetzungswissenschaft. Sie zeigen besonders deutlich, dass Verstehen immer mehr verlangt als ein Wörterbuch. Im Beitrag „Understanding Realia in Translation: Cultural Nuances Across Languages“ gehe ich ausführlicher darauf ein, was geschieht, wenn ein sprachliches Zeichen eine kulturelle Welt mittransportiert, die in der Zielsprache nicht einfach vorhanden ist.

Präzision und Gefühl sind keine Gegensätze

Manchmal wird Übersetzung so diskutiert, als müsse man sich entscheiden:

Entweder genau oder emotional.

Diese Gegenüberstellung halte ich für problematisch.

Eine wirklich präzise literarische Übersetzung muss gerade die emotionale Konstruktion ernst nehmen.

Wenn ein Satz sachlich korrekt übertragen wurde, aber beim Leser eine völlig andere Haltung erzeugt, stellt sich die Frage, wie präzise diese Übersetzung tatsächlich ist.

Deshalb unterscheide ich zwischen mindestens drei Ebenen:

1. Was wird gesagt?

Das ist die propositionale Ebene: Ereignis, Handlung, Gegenstand, Information.

2. Wie wird es gesagt?

Hier erscheinen Register, Rhythmus, Syntax, Wortwahl, Direktheit und Modalität.

3. Wer wird durch diese Form sichtbar?

Das ist die Ebene der Identität.

Hier entscheidet sich, ob wir einen müden Menschen, einen arroganten Menschen, einen verletzten Menschen, einen ironischen Menschen oder vielleicht jemanden hören, der gerade versucht, seine Verletzlichkeit zu verstecken.

Gerade die dritte Ebene wird bei oberflächlich korrekten Übersetzungen leicht verloren.

Deshalb habe ich an anderer Stelle die Beziehung zwischen sprachlicher Präzision und emotionaler Wirkung in der Übersetzung gesondert untersucht.

Literatur zeigt uns etwas Grundsätzliches über das Sprachenlernen

Man könnte einwenden:

Das ist Übersetzungswissenschaft. Was hat das mit jemandem zu tun, der Deutsch oder Englisch lernt?

Sehr viel.

Denn Lernende stehen täglich vor demselben Problem – nur in kleinerem Maßstab.

Sie wissen vielleicht, was sie sagen wollen.

Dann suchen sie eine Form.

Und sehr häufig wählen sie diese Form nach der Logik ihrer Erstsprache.

Das Ergebnis kann grammatisch richtig sein und kommunikativ trotzdem etwas anderes ausdrücken.

Der entscheidende Schritt beim Sprachenlernen beginnt deshalb dort, wo man aufhört, ausschließlich zu fragen:

„Wie übersetze ich meinen Satz?“

und anfängt zu fragen:

„Wie würde ich diese kommunikative Aufgabe in dieser Sprache lösen?“

Das ist ein völlig anderer Lernprozess.

Wer Deutsch lernt, braucht deshalb nicht nur Wörter und Regeln. Man muss allmählich verstehen, wie Deutsch Fokus, Haltung, Distanz, Ursache, Zeit, Gewissheit und soziale Beziehungen organisiert.

Dass Gefühle dabei keineswegs nur eine Frage des Wortschatzes sind, zeige ich auch in „Gefühl ist nicht nur Wortschatz: Wie Deutsch Haltung, Nähe und Distanz sprachlich organisiert“.

Dasselbe gilt für Englisch. Eine Person kann jedes Wort eines Satzes kennen und trotzdem nicht erkennen, warum ein Muttersprachler gerade diese Form und nicht eine scheinbar gleichbedeutende Alternative gewählt hat.

Sprachkompetenz beginnt dort, wo Alternativen nicht mehr gleich aussehen.

Der Übersetzer entscheidet nicht zwischen Wörtern, sondern zwischen Folgen

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt.

Eine Übersetzungsentscheidung geschieht zweimal.

Zuerst entscheidet der Übersetzer, was eine Form im Ausgangstext leistet.

Dann entscheidet er, welche Form in der Zielsprache eine vergleichbare Funktion übernehmen kann.

Deshalb reicht die Frage „Ist diese Übersetzung möglich?“ nicht aus.

Mehrere Varianten können möglich sein.

Die interessantere Frage lautet:

Welche Welt erzeugt jede dieser Varianten?

Eine Version lässt eine Figur gebildeter erscheinen.

Eine zweite distanzierter.

Eine dritte aggressiver.

Eine vierte verletzlicher.

Eine fünfte klingt vielleicht besonders natürlich – verliert aber eine Fremdheit, die im Original bewusst vorhanden war.

Übersetzen bedeutet deshalb nicht, eine richtige Antwort aus einer Liste auszuwählen.

Es bedeutet, Konsequenzen zu beurteilen.

Warum die eigene Stimme beim Sprachenlernen ebenfalls geschützt werden muss

Hier treffen sich literarische Übersetzung und Sprachunterricht.

Ich möchte nicht, dass ein Lernender auf Deutsch oder Englisch wie eine standardisierte Lehrbuchfigur klingt.

Ein Mensch bringt bereits eine Persönlichkeit mit.

Die Aufgabe besteht nicht darin, diese Persönlichkeit durch eine neue Sprache zu ersetzen.

Die Aufgabe besteht darin, ihr mehr Ausdrucksmöglichkeiten zu geben.

Dafür muss man allerdings erkennen, dass Authentizität nicht bedeutet, die eigene Erstsprache Wort für Wort in eine neue Sprache hineinzutragen.

Manchmal muss gerade die Form verändert werden, damit die Person erkennbar bleibt.

Das klingt paradox, ist aber einer der wichtigsten Gedanken sowohl der Übersetzung als auch des fortgeschrittenen Sprachenlernens:

Formale Ähnlichkeit kann Bedeutung verfälschen.
Formale Veränderung kann Bedeutung bewahren.

Wer diesen Punkt verstanden hat, betrachtet Sprachen nicht mehr als verschiedene Etiketten für dieselben Gedanken.

Er beginnt zu sehen, dass jede Sprache Entscheidungen ermöglicht, verlangt und begrenzt.

Genau diese Beziehung zwischen Sprache, Entscheidung und Verantwortung steht auch im Zentrum meines deutschsprachigen Buches „Sprache und Verantwortung“.

Salinger und Remarque führen letztlich zur selben Frage

Salinger und Remarque schreiben nicht gleich.

Gerade deshalb ist der Vergleich produktiv.

Bei Salinger kann eine Übersetzung eine Stimme zerstören, indem sie das scheinbar Unordentliche zu ordentlich macht.

Bei Remarque kann sie eine Stimme zerstören, indem sie das scheinbar Schlichte zu schön macht.

In beiden Fällen geschieht dasselbe:

Der Übersetzer ersetzt eine sprachliche Persönlichkeit durch eine Vorstellung davon, wie gute Sprache klingen sollte.

Literatur erinnert uns daran, warum das gefährlich ist.

Menschen müssen nicht schöner, logischer, höflicher oder eleganter sprechen, als sie in einer bestimmten Situation tatsächlich sprechen.

Ihre Brüche gehören manchmal zur Bedeutung.

Ihre Zurückhaltung gehört zur Bedeutung.

Ihre Direktheit gehört zur Bedeutung.

Sogar ihre sprachlichen Wiederholungen können zur Bedeutung gehören.

Die beste Übersetzung ist nicht die, die uns den Übersetzer vergessen lässt

Oft hört man, eine gute Übersetzung müsse so natürlich wirken, als sei das Werk ursprünglich in der Zielsprache geschrieben worden.

Das kann ein sinnvolles Ziel sein.

Aber nicht immer.

Denn manchmal gehört die Fremdheit zum Werk.

Manchmal soll ein kultureller Abstand spürbar bleiben. Manchmal darf eine Figur nicht vollständig in die sprachlichen Gewohnheiten des neuen Lesers integriert werden.

Sonst passiert etwas Merkwürdiges:

Der Leser versteht alles – und begegnet dem Original trotzdem nicht mehr.

Deshalb bedeutet Respekt vor einem Text für mich nicht, jedes Wort konservieren zu wollen.

Respekt bedeutet, zunächst zu verstehen, welche Entscheidungen den Text zu diesem Text machen.

Erst danach kann man entscheiden, was in einer anderen Sprache geschehen muss.

Sprache bewahrt keine Identität automatisch

Eine Figur überlebt eine Übersetzung nicht deshalb, weil alle Informationen übertragen wurden.

Sie überlebt, wenn ihre Art, in der Welt zu stehen, noch erkennbar ist.

Genau darin liegt für mich die tiefere Verbindung zwischen Literatur, Übersetzung und Sprachunterricht.

Wir lernen Sprachen nicht nur, um mehr Dinge benennen zu können.

Wir lernen neue Möglichkeiten,

zu widersprechen,

Nähe herzustellen,

Distanz zu halten,

unsicher zu sein,

höflich zu bleiben,

direkt zu werden,

Ironie zu zeigen,

etwas nicht zu sagen

und trotzdem verstanden zu werden.

Das ist keine Ergänzung zur Sprache.

Das ist Sprache.

Und vielleicht ist genau deshalb die wichtigste Frage einer literarischen Übersetzung nicht:

Haben wir den Satz übertragen?

Sondern:

Wer spricht jetzt – und ist dieser Mensch noch derselbe?


Über den Autor

Tymur Levitin ist Gründer und Direktor der Levitin Language School, Sprachpädagoge, Übersetzer und Autor. Er arbeitet mit Englisch und Deutsch sowie mit vergleichender Sprachbetrachtung und entwickelt einen bedeutungsorientierten Ansatz, bei dem sprachliche Formen nicht isoliert als Regeln, sondern als Entscheidungen in konkreten Kommunikationssituationen untersucht werden.

Die Grundlage dieses Beitrags geht auf eine universitäre wissenschaftliche Arbeit des Autors zur sprachlichen und übersetzerischen Analyse von Werken J. D. Salingers und Erich Maria Remarques zurück. Die heutige Fassung entwickelt diese Fragestellung als eigenständige Untersuchung über literarische Identität, Stimme und die Folgen sprachlicher Entscheidungen weiter.

Autorenprofil: Tymur Levitin

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